Bildung

By Tulane Public Relations[CC BY 2.0 via Wikimedia Commons]

Nachdem die KMK Ende 2016 das Grundsatzpapier "Bildung in der Digitalen Welt" herausgegeben hatte, gab es zarte Pflänzchen der Hoffnung, dass sich in der Riege der Bildungspolitiker Bewegung zeigt. Doch leider ist dem nicht so, Bildungspolitk in der digitalen Welt ist weitgehend ein Trauerspiel.

Da hilft auch der Digitalpakt wenig, der sich an der technischen Ausstattung der Schulen orientiert, aber nicht an pädagogischen Anforderungen.

 

 

Staunen vor Erdkugel

Der Flaschenzug vermittelt im Physikunterricht die grundlegenden Kenntnisse zu Kraft, Weg oder Masse als physikalische Einheiten. Im Chemieunterricht lernen die SchülerInnen den Unterschied zwischen Laugen und Säuren. Und was erfahren Schülerinnen über die grundlegenden Begriffe der Informationstechnologien wie Vernetzung, Programmieren oder Datenbanken: Nichts.

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Am 21.8.2019 fand im Hessischen Landtag eine Anhörung zum Thema Digitalpakt statt. „Expertenwissen“ wurde u.a. vertreten vom Projekt „Chaos macht Schule“ im „Chaos Computer Club“, gefehlt hat leider die Gesellschaft für Informatik.

Bemerkenswert war, dass Digitalministerin Sinemus sich nicht damit zufrieden gegeben hat, lediglich für die technische Infrastruktur verantwortlich zu sein. Sie hat auch angekündigt, pädagogische Inhalte zu entwickeln.

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Schon 2016 hat die damalige Bildungsministerin Wanka einen Bildungspakt angekündigt: Fünf Milliarden Euro sollten den Schulträgern für Breitbandanbindung, WLAN und Computer zur Verfügung gestellt werden. Ein genauer Blick auf den jetzt endlich verabschiedeten Digitalpakt fördert zutage, was schon damals absehbar war: Ein etwa 5 Milliarden schweres Investitionsprogramm, das endlich die skandalöse Unterversorgung der Schulen lindern kann. Die Chancen, die in der Verbesserung der Schulausstattung mit Hilfe des Digitalpakts liegen, können aber nur sinnvoll genutzt werden, wenn die pädagogischen Rahmenbedingungen stimmen.