"Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so, als würden Sie sagen, dass Sie keine Freiheit der Meinungsäußerung brauchen, weil Sie nichts zu sagen haben." (Edward Snowden)

Private Anbieter und staatliche Stellen werden immer unverschämter in ihrem Zugriff auf unsere privaten Lebensäußerungen.

Viele gute Tips zur Abwehr dieser Übergriffe gibt es auf https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung. Weiterführende Informationen gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:   https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Home/home_node.html. Im folgenden eine kleine Auswahl an Hinweisen, wie man sich gegen Übergriffe wehren kann.

Browser

Firefox

Microsoft Internet-Explorer und Edge verbieten sich angesichts ihres Datenhungers von allein. Google Chrome sendet automatisch Daten an Google, Apples Safari synchronisiert Nutzungsdaten des Browsers in der ICloud und ist damit mit Vorsicht zu genießen. Firefox ist zur Zeit die sicherste Browservariante. 

Suche

Startpage

Statt Google kann man auch andere Suchmaschinen benutzen. Die Suchergebnisse können sich unterscheiden, die Qualität der Suchergebnisse ist aber immer etwa gleich gut. Mein Favorit: Startpage ( https://www.startpage.com/deu/? ).  Startpage nutzt als Vermittler die Suchergebnisse von Google ohne dabei Nutzerdaten an Google weiter zugeben. Die Datenschutzrichtlinen von Startpage sind klar, die Server stehen in Europa und sind daher geschützter als in den USA. Privates Suchverhalten wird nicht gespeichert.

MetaGer

ist auch gut, aber etwas hakellg in der Nutzung. Die von einer privaten Verein aus dem Umfeld der Universität Hannover betriebene Suchmaschine ist nicht an Profit interessiert. Die Datenschutzrichtlienen sind vorbildlich. MetaGer speichert die Daten in Deutschland, daher kein unmittelbarer Zugriff von interessierter Seite. (https://metager.de/)

"DuckDuckGo" und "Ecosia": 

Beide verfolgen nicht die Nutzer über ihre gemachten Eingaben, die Server stehen aber in den USA und sind damit nur gering vor Datenmissbrauch geschützt.

Chatten

Man muss nicht alles mit "WhatsApp" machen, wahre Freunde benutzen auch gegebenenfalls ein anderes Chatprogramm.  Die Nutzbarkeit von Chatprogrammen liegt in der Zahl der zu erreichenden Nutzer. Da die wirklich guten Chatrogramme aber leider nur wenige Nutzer haben, bleiben die etablierten Chatprogramme übrig, wenn man den Datenfresser "WhatsApp" meiden will.

Meine Favoriten: 'telegram' oder 'signal'

Sie sind zwar nicht so gesichert gegen Verfolgung wie andere, z.B jabber oder wire, aber sie bieten zumeist mehr Schutz der Privatsphäre als Whatsapp. Beide sind über "F-droid' oder den Google-Play-Store zu installieren. F-Droid ist ein Marktplatz wie Google-Play mit eine Vielzahl von Apps, die Open-Source-Projekte sind und weitgehend geprüft, ob sie Daten an Datensammelfirmen weiter geben.

Mail

Googelmail, web.de, gmx.de und Konsorten sind grundsätzlich problematisch, weil ihre Datenschutzbestimmungen dem Datensammeln Tür und Tor öffnen. Schutz gegen das Aushorchen der Privatsphäre bieten Mailserverprogramme, die dem Nutzer der Mail-Adresse weitgehende Privatheit verschaffen.

Meine Favoriten: posteo ( https://posteo.de/de ) und Mailbox.org ( https://mailbox.org/ ).